Schraubenverblockung - litos/ - multidirektional winkelstabile Osteosynthese
Pionier der multidirektionalen Winkelstabilität seit 1987.

Vorteile der multidirektionalen Schraubenverblockung

Der Vorteil beider Systeme ist die flächenhafte Last- und Kraftübertragung, welche von der Schraubenlänge abhängig ist. Eine frei wählbare Schraubenlage (multidirektional) erlaubt dem Operateur, die beste operationsbedingte Schraubenposition zu wählen. Es ermöglicht ihm auch die längstmögliche Schraube zu wählen, da mit ihr die höchste Stabilität einhergeht. Die längste Schraube bedeutet die größte Lastübertragungsfläche.

Bei der unidirektionalen Verblockung muss das Bohrloch im Knochen auf die Achse des Plattenlochs ausgerichtet sein, damit sich der Schraubenkopf mit seinem Gewinde in das vorgefertigte Plattenlochgewinde einpassen kann. Wird dieses nicht erreicht, resultiert daraus eine Zerstörung des Gewindes und eine Reduzierung der Verblockungsfestigkeit.

Unidirektionale Systeme benötigen häufig zusätzliche Instrumente, um diese Voraussetzung zu erreichen.

Die großflächige Verbindung der unidirektionalen Verblockungstechnik im Plattenloch kann bei Titanmaterialien zu autogenen Verschweißungsvorgängen führen, die eine Metallentfernung erschweren.

Die unidirektionale Schraubenlage gestattet dem Operateur nur begrenzt auf die jeweilige Knochen- und Fraktursituation einzugehen.

Besteht die Möglichkeit einer frei bestimmbaren Schraubenrichtung (multidirektional), ist der Operationsvorgang erleichtert. Die Schrauben können bei gleichzeitiger Verblockung in die beste Schraubenposition gebracht werden. Die operationstechnisch und biomechanisch bestimmte Position ermöglicht es dem Operateur dann auch die größte Schraubenlänge zu wählen. Sie ist am effektivsten, da sie den größten Kontaktbereich von Knochen und Schraube gewährleistet.

Zusätzliche Operationsschritte und Bauteile werden vermieden. Die Erfahrung aus der Osteosynthese vergangener Jahre kann fast vollständig genutzt werden.


D. Wolter